Anklöpfeln im Tiroler Unterland

Häufig werden die Sänger auch von Instrumentalisten begleitet. Zum Dank für ihre Darbietungen erhalten die Anklöpfler zumeist ein Getränk, Weihnachtsbäckerei oder eine kleine Jause. Vereinzelt wird auch Geld gegeben. Dieses wird zumeist in der Vereinskasse gesammelt und kommt dann einem karitativen Zweck zugute. Das Anklöpfeln wird als immanenter Bestandteil des Unterinntaler Kulturerbes von Generation zu Generation weitergegeben.

Das Anklöpfeln wird im Tiroler Unterinntal praktiziert und unterscheidet sich in seiner Ausübung vom Salzburger Anglöckeln und dem in Südtirol üblichen Glöckeln. Eingebunden sind mehrere örtliche Gruppen und Vereine. Zum einen Teil handelt es sich dabei um Gesangsvereine, zum anderen Teil um private Vereine, die ausschließlich dem Zweck des Anklöpfelns dienen. Auch die Unterinntaler Bevölkerung ist durch die Hausbesuche der Anklöpfel-Gruppen in das Anklöpfeln eingebunden.

Im Laufe der Zeit hat sich die Ausübung des Anklöpfelns in vielfacher Hinsicht gewandelt. Zum einen findet das Anklöpfeln heute aufgrund der geänderten Erwerbssituation der Bevölkerung nicht mehr ausschließlich an den drei Donnerstagen vor Weihnachten statt, sondern auch an anderen Abenden. Zusätzlich zu altem Liedgut werden auch neuere Schöpfungen ins Repertoire aufgenommen. Zu den klassischen Hausbesuchen der Anklöpfel-Gruppen sind auch Auftritte im Rahmen von Feiern und anderen Veranstaltungen hinzugekommen.

Das Anklöpfeln ist ein zentraler Bestandteil der Ortkultur im Tiroler Unterland und bildet für die dort ansässige Bevölkerung einen wichtigen Bestandteil der Adventszeit. Der Entwicklungspfad verlief größtenteils kontinuierlich, die zentralen Elemente blieben seit den Anfängen erhalten.

 

 

 

 

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